Chronik der Kampfkunst

Dies ist eine Auflistung wichtiger Eckpunkte in der langen Geschichte und Entwicklung der Kampfkunst. Hier ein chronologischer Überblick der Perioden und deren Ereignisse.

 
Periode Ereignisse
Shang-Dynastie - 商 (ca. 1700 – 1100 v. Chr.) und früher
- Menschen kämpfen mit wilden Tieren und untereinander, es gibt aber keine entwickelten Kampfsysteme

Zhou-Dynastie - 周 (ca. 1100 – 256 v. Chr.):
- Chunqiu - 春秋 (770–476 v. Chr.)
Zeit der Frühlings- und Herbstannalen
- Zhanguo - 戰國 (476–221 v. Chr.)
Zeit der Streitenden Reiche

- Formation von chinesischer Kriegskunst
- Erfindung der Waffen-Grundarten:
Schwert - Jian, Säbel - Dao, Hellebarde - Ji,
Dolch-Helmbarte - Ge
- Waffenlose Kampfkunst - Xiangbo

Qin-Dynastie - 秦 (ca. 221 – 207 v. Chr.)
- Kampfkunst Shoubo

Han-Dynastie - 漢 (ca. 206 v. Chr – 220 n. Chr.)
- Kampfkunst Bian
- Guo Yi entwickelt System - Changshou
- Ringen - Juedi (Jueli)
- Entwicklung von Kavallerie und Kampf mit Waffen zu Pferd

Nanbei-Dynastien - 南北 (ca. 420 – 589)
- Aus den Steppen Chinas kommt das Ringen - Xiangpu

Sui-Dynastie - 隋 (ca. 581 – 618)
- Bau des Shaolin Klosters

Tang-Dynastie - 唐 (ca. 618 – 907)
- Shaolin Mönche retten Sohn von Kaiser Li Shimin
- Kloster darf Mönch-Krieger-Truppen beherbergen
- Anfang der Entwicklung der Shaolin Kampfkunst

Wu dai shi guo - 五代十國 (ca. 907 – 960)
- Shoubo und Juedi sind im Volk immer noch beliebt

Song-Dynastie - 宋 (ca. 960 – 1279)
- Kampfkünste werden zur Freude und Heilung praktiziert
- Organisation von Leitai (Kampf auf derTribüne)
- Demonstration von Kampfkünsten für Geld

Yuan-Dynastie - 元 (ca. 1261 – 1368)
- Verbot auf Kampfkunsttraining für Chinesen
- Verbreitung mongolischer Kampfkünste (Bogenschießen zu Pferd und Ringen)
- Chinesen praktizieren Kampfkünste illegal in geheimen Gemeinschaften
- Entwicklung des chinesischen Theaters mit Kampfkunstelementen
- Entstehung von Formen ohne Kampfanwendung, Schwerpunkt Ästhetik

Ming-Dynastie - 明 (ca. 1368 – 1644)
- Verbreitung verschiedener Stile
- Kriegsherren Yu Dayou und Qi Jiguang achten sehr auf individuelle Kampfvorbereitung des Kriegers und schreiben über Kampfkunststile und Training
- Gegenseitiger Austausch der Kampfkünste zwischen China und Japan
- Chinesen machen Analog zu Japanischem Schwert – Miaodao
- Chen Yuanbing bringt chinesische Techniken nach Japan, aus denen Jujutsu entwickelt wird
- Begriff „18 Arten der Kampftechniken“ als Anweisung auf großen Meister
- Weitere Verbreitung von Leitai, auch mit stumpfen Waffen

Qing-Dynastie - 清 (ca. 1644 - 1911)
- Bildung von Sichercheitbüros (Biaojui), die verschiedene Wushu Stile verbreiten
- Truppen von Taiping verbreiten verschiedene Wushu Stile
- Viele Familienstile verbreiten sich in große Regionen, einige gehen außerhalb der Familie
- Für das Training von Truppen während verschiedener Rebellionen werden viele Kampfkunstmeister gebraucht
- Die überlebenden Rebellen verbreiten ihre Fähigkeiten im Volk
- Ihetuan Rebellion führt zu Profanität von Kampfkünsten, macht sie aber massentauglich
- Organisation von Sportvereinen in denen auch Kampfkunst unterrichtet wird

Republik China - 中华民国 (seit 1912)
- Unterricht der Kampfkünste für die breite Masse
- Chinesen besuchen ausländische Kampfkunst Meister
- Viele Kämpfe zwischen chinesischen und ausländischen Meistern
- Eröffnung verschiedener Kampfkunst Gemeinschaften
- Wissenschaftliche Forschungen im Bereich Kampfkunst