Bei Shaolin

picture by seeker0204Die Bezeichnung des Kung Fu Stils Bei Shaolin (北少林) - Nord Shaolin - ist auf seine ursprüngliche Herkunft im Norden Chinas und die nördlichen Stile des Shaolin Klosters in Dengfeng in der Provinz Henan zurückzuführen. Aus einem Kampfkunststil - genannt „gelehrte Faust an den Toren des nördlichen Shaolin“ - entwickelte sich die im heutige Sprachgebrauch bekannte Bezeichnung „Nord Shaolin Kung Fu“. Dieser Stil gilt im Kung Fu als einer der bedeutendsten traditionellen nördlichen Stile der Chinesischen Kampfkünste.

 

Das Hauptaugenmerk der nördlichen Kung Fu Stile liegt verstärkt in der mittleren bis langen Distanz zum Gegner, daher sind sie auch als Stile der sogenannten „langen Faust“ bekannt. Der breite Stand, die besonders auffallende Fuß- und Tritttechnik, wirbelnde, kreisförmige Blöcke, Beweglichkeit sowie dynamische Attacken sind die Hauptcharakteristiken des Nord Shaolin Kung Fu. Es besteht sowohl aus Hand-, Kampf- als auch Waffentechniken, die vom Übenden durch die Wiederholung vorgegebener Bewegungsabläufe trainiert werden bis sie in Fleisch und Blut übergegangen sind und instinktiv eingesetzt werden können. Die Bewegungsabläufe werden möglichst flüssig ausgeführt, um der sogenannten Form einen anmutigen, artistischen Charakter zu verleihen.

 

Damit die erlernten Techniken aus den Formen in die Praxis übertragen werden können, werden sie zusätzlich als Anwendung mit einem Partner trainiert, um den Sinn und Zweck bei der praktischen Umsetzung zu verstehen, die Reflexe zu schulen und ein Gespür für den direkten Kontakt zu entwickeln.